Stralsund (dpa/mv) - Die Wahlmüdigkeit war nirgendwo im Land so groß wie in Stralsund. Im Wahlkreis Stralsund II, der fast das ganze Stadtgebiet umfasst, gab nur gut jeder Dritte - genau 34,9 Prozent der Wahlberechtigten - seine Stimme ab, wie die Landeswahlleitung in Schwerin am Sonntag mitteilte. Bei der letzten Landtagswahl vor fünf Jahren waren dort noch 55,3 Prozent der Stimmberechtigten zur Wahl gegangen. Landesweit lag die Wahlbeteiligung bei 51,4 Prozent und war damit so niedrig wie nie zuvor. Bei der Landtagswahl 2006 hatte sie noch 59,1 Prozent betragen. Die eifrigsten Wähler wohnen im Wahlkreis Bad Doberan II. Dort erreichte die Wahlbeteiligung 59,1 Prozent. In Schwerin I waren es 58,8 Prozent.